Bleibe ich unvernünftig?

Ein Gedicht von Lisa-Marie Wailand
Ich darf nicht mehr mit meinen Kräften so hausieren.
Ich muss auch mal des Öfteren pausieren.
Auch wenn ich schon über 50 Jahre bin,
habe ich gehandelt wie ein Kind.

Den Freunden Hilfe anbieten,
mich dafür sogar verbiegen.
Trotz Krankschreibung bin ich gegangen.
Ärger habe ich mir dadurch eingefangen.

Mein Immunsystem ist schon geschwächt.
Mein Eifer hat sich böse gerächt.
Meine Seele wird immer wieder dadurch sehr geschunden.
Ich hatte gedacht, ich habe meine Ruhe wieder gefunden.

Ich muss jetzt mich einfach mal richtig auskurieren.
Meine Konzentration auf meine Gesundung fokussieren.
Ich möchte noch einpaar Jahre weiter leben.
Doch noch habe ich eigentlich viel zu geben.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Meine kindlichen Handlungen haben mich selbst verletzt.

Und trotzdem halten einige immer noch zu mir.
Solche Freunde gefunden zu haben, Gott ich danke dafür.
Sie fangen mich immer wieder auf,
wenn ich mal nicht bin ganz gut drauf.

Sie nehmen mich so wie ich bin.
Auch wenn ab und an durchkommt bei mir das unartige Kind.
Ich werde nun endlich versuchen erwachsen zu werden.
Damit ich schönere Tage verleben kann auf Erden.

Informationen zum Gedicht: Bleibe ich unvernünftig?

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26.01.2016
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