Vom Wiegen in den Wäldern

Ein Gedicht von Lars Abel
Es steht ein alter Nadelbaum
verlassen vor den Feldern,
vergebens seiner Seele Traum,
vom Wiegen in den Wäldern

Jüngst schlug der Schnee nach ihm hinab
aus weiten Himmelstoren,
das Land um ihn, das kalte Grab,
gab all sein Grün verloren

Weh dem, der vor dem Stoppelfeld
in klirrend kalten Nächten,
mit einem Wind, der räudig bellt,
genötigt wird, zu fechten

Weh dem, der in der Winterzeit
nicht Trost bei Liebsten findet,
der, wenn es um ihn stürmt und schneit
vor Kälteschmerz sich windet..

Um Neujahr stand ich dort bei dir,
mit weit geschwellten Lungen,
so hab ich unter Sternenzier
ein wärmend Lied gesungen

Ich holte in der Einsamkeit
dich ab, dort wo du standest,
im Hoffen, dass die Zweisamkeit
für Sommer du befandest..

(C) Lars Abel

Informationen zum Gedicht: Vom Wiegen in den Wäldern

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11.01.2017
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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