Sehnsuchtsglühen

Ein Gedicht von Lars Abel
Ich knüpfe oft daran zurück,
lass´ es im Geist erneut erblühen,
ist mir doch mehr als welkes Glück,
entfachend lodernd Sehnsuchtsglühen

Dein Antlitz, hitzig ob der Farm,
glich roter Tulpen Blütenblätter,
die Saat gebar das Meer, den Schwarm,
das Staunen neidversehrter Städter

Hast mich beglückt hindurchgeführt,
es war, als ging ich über Fluten,
hast still zur Fantasie verführt,
lässt hier und jetzt mein Herz verbluten

Du hast ein Denkmal mir erbaut,
das die Jahrzehnte überdauert,
das mich mit wildem Sehnen schaut,
und meine Trauer untermauert

Und dennoch, wann du mir erscheinst,
verharrt wie einst der Zeitenlauf,
und heute seh´ ich, dass du weinst,
wenn Mitleid türmt sich in mir auf

War einst zu jung, dem Sinn entrückt,
tat Sachen, die dich Lachen machten,
dein Frohsinn hat mich still beglückt,
als laut dich Schmerz und Tod bedachten

(C) Lars Abel

Informationen zum Gedicht: Sehnsuchtsglühen

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24.06.2016
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
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