Ausserirdische

Ein Gedicht von Klaus Lutz
Wir sind Ausserirdische! Und
glauben Menschen zu sein.
Darum ist das hier mein letzter
Beitrag. Ich werde gegen den
Ausserirdischen in mir kämpfen.
Um irgendwann wieder der
Träumer zu werden. Und wieder
den Clown, Jongleur und
Dompteur finden. Und den
Spieler der wieder siegt. Und
den Denker der wieder liebt.
Und der Abenteurer der wieder
lebt. Ohne Lüge. Ohne Gier.
Ohne Neid. Nur mit dem
Wissen: "Ich bin der Riese,
der den Ausserirdischen
besiegt hat!"

Seht diesen Globus genau an.
Das ist kein Palast. Das ist
eine Hütte. Und es sind
keine Menschen. Es sind
Ausserirdische. Prinzen die
zu Ausserirdischen gemacht
wurden. Und eine Baracke,
die mal ein Schloss war. Mit
Ausserirdischen, die sich
Menschen nennen. Ohne alles
was ein Mensch ist. Und die
mal Könige waren. Mit Seele! Mit
Herz! Mit Geist! Darum dieser
Kampf. Damit der Ausserirdische
besiegt wird. Und der Träumer
wieder lebt. Und ich wieder der
König bin!

Der Kampf gegen das
Übergewicht! Das wird der
Anfang dieses Krieges sein.
Dann werde ich gegen die
Alkoholsucht kämpfen. Dann
gegen die Drogensucht. Dann
gegen die Sexsucht. Dann werde
ich die Seele trainieren. Und wieder
Lieder singen. Dann werde ich das
Herz trainieren. Und wieder die
Liebe sein. Dann werde ich den
Geist trainieren. Und wieder den
Himmel sehen. Dann werde
ich es wissen: "Der Ausserirdische
ist besiegt! Und ich bin wieder die
Freude und das Glück!

Dann werde ich mich vor den Spiegel
stellen. Und sehen, wie der neue
Mensch ist. Kann er wieder an Feste
denken. Kann er wieder als Clown
begeistern. Kann er wieder der
Zauberer sein. Kann er wieder das
Leben malen. Um dann wieder die
Kunst zu sein. Der Kopfstand auf
einer Wolke. Der Pilot in einem
Zirkus. Die Nachtigall in einem
Glückskeks. Denn ich lebe in
Freiheit. Denn ich bin der Tänzer
Denn ich bin die Welt. Denn ich
habe den Ausserirdischen
besiegt. Und die Phantasie, und
alle Märchen gerettet. Und der
Wahrheit wieder Flügel gezeigt.
Mit der Sprache die nur Gott lehrt:
"Dem Lächeln!"

Dann werde ich die Stille suchen.
Und Klarheit in den Kopf bringen.
Die Welt wieder korrekt sehen. Das
Leben wieder richtig nehmen. Und
den Tag nutzen. Für wahre Ideen.
Für echte Liebe. Für klare Blicke.
Und der Stille das Wissen lehren:
"Und das Lied singen! Und das
Fest geben! Und den Tanz
zeigen!" Dann werde ich in den
Spiegel sehen. Und es der Welt
sagen! Ich bin die Freude. Der Tag
aus Blumen. Die Zeit als Lied. Der
Engel aus Licht. Und das Leben,
als die Reise. Ich kenne die Worte
als Meere. Und die Ideen als Sterne.
Und die Kunst als Strand!

Dann werde ich ein Bild malen. Und
die Träume sehen. Und die Reise
kennen. Und das Denken finden.
Und den Satz sagen. Und am See
sitzen. Mit der Sonne. Mit der Stille.
Mit dem Morgen. Und das Paradies
finden. Mit jedem Blick. Mit jeder
Sekunde. Mit jedem Wort. Ich
werde wieder Leben. Und der
Ausserirdische wird es wissen.
Die Kraft ist wieder da. Der Weg
zeigt sich wieder. Der Blick ist
wieder klar. Der Feind lebt in
mir. Und da ist der Krieg. Und
der Kampf. Und da wird der
Ausserirdische besiegt. Und
genau, da werde ICH wieder
leben!

Jetzt setze ich mich auf die
Veranda. Trinke einen Tee.
Und erlebe den Abend. Denke
über den Tag nach. Und warum,
der Einkauf nur Freude war. Und
warum, die Klarheit im Leben
stimmt. Und warum, jeder
Gedanke das Glück ist. Und
ich stelle mich vor den Spiegel.
Und weiss: "Der Ausserirdische
ist auf der Flucht!" Und der
Abenteurer steht an der Strasse.
Und öffnet Türen mit jedem
Schritt. Und sieht die Zeit als
Tänzer! Und lebt die Worte als
Reise. Und findet in keiner
Sprache mehr Ausserirdische!

(C)Klaus Lutz

25.7.2023

Informationen zum Gedicht: Ausserirdische

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24.03.2024
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