Sturz in den Verzweiflungsschacht

Ein Gedicht von Klaus Enser-Schlag
Ich liege im Verzweiflungsschacht,
wie kalt und feucht sind dessen Wände!
Um mich herum herrscht tiefe Nacht,
kein Mensch reicht hilfreich seine Hände…

Mein Hilferuf bleibt ungehört,
die Seele hab‘ ich wundgerieben.
Den lieben Gott hat’s nie gestört,
wie immer ist er fern geblieben…

ER hat’s mir wieder angetan
und sei‘s auch nur in meinen Träumen.
Das Kind in mir klagt weinend an
um gegen Schmerz sich aufzubäumen…

Ich liege im Verzweiflungsschacht,
die Hoffnung droht mir zu entschwinden.
Wann endet jene dunkle Macht?
Wird sich je eine Antwort finden?

Informationen zum Gedicht: Sturz in den Verzweiflungsschacht

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22.12.2015
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