Abschied

Ein Gedicht von Katzenovia
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Es liegt ein Blatt Papier, noch kaum beschrieben,
auf einem Tisch, an dem man gerne saß,
und tief versunken oft die Zeit vergaß,
ein kleines Schlusslicht ist jetzt noch geblieben.

Wie fängt man ein, was schon hinfort getrieben?
Die vielen Zeilen, die man täglich las,
sich milchig zeigen, wie durch trübes Glas,
man hat sie doch so oft auch umgeschrieben.

Zum letzten Mal wird nun der Raum verlassen,
und eine Leere um die Ecke schwebt,
als hätte keiner je darin gelebt.

Auch diese Schrift wird mit der Zeit verblassen;
ein letztes Wort sich noch aus ihr erhebt,
als Nachhall, der ganz leise überlebt.


25.03.2026 © rewey

Informationen zum Gedicht: Abschied

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25.03.2026
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