Unterwasserkamera

Ein Gedicht von Johanne Thomsen
Ich schließe
die Augen
und tauche ab
unter die Oberfläche
und ohne nochmals
Luft zu holen
lasse ich mich
in die Tiefe
fallen
in die Leichtigkeit
des Moments
in die Ewigkeit
des Augenblicks
Und sehe Welten
die so schön
so friedlich sind
dass ich bleiben möchte
Ich tauche ab
wo das Dunkel
herrscht
und das Licht
keine Bilder
in den Sand malt
Wo schwarze Gestalten
meine Hand nehmen
und mich in
Fantasiewelten
spazieren gehen lassen
wo der Wellenschlag
zur Sinfonie erklingt
und Meerjungfrauen
Träume erfinden
Wo Netze ausgeworfen werden
um Erinnerungen
zu fischen
aus Angst die Gegenwart
könnte nicht annähernd
so schön sein
Johannne Thomsen

Informationen zum Gedicht: Unterwasserkamera

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11.11.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Johanne Thomsen) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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