Frühling

Ein Gedicht von Janfried Seeburger
Der Frühling beginnt, was für ein Glück.
Denk nicht an Kälte, schau nicht zurück.
Jetzt muss man es fühlen und es begreifen,
hör auf die Vögel, wie sie schon pfeifen,
die Pflanzen, sie recken die Köpfe empor,
tausend bunte Punkte leuchten hervor.
Die Tiere hüpfen und springen voll Lust,
vergiss die Arbeit, verscheuche den Frust.
Spüre das Leben, es strömt jetzt zurück,
mach’s wie die Viecher – und spiele verrückt.
Saus auf die Wiese, und wälz dich wie blöd,
denk nicht an morgen, es ist dann zu spät.
Kaufe dir Kleider so bunt wie die Blumen,
vergiss das Sofa, denk’ nicht ans ruhen.
Sieh dich nach einem Biergarten um,
such dir ’nen Platz, sei doch nicht dumm.
Denke schon jetzt mit Freude daran,
wie toll im Sommer der Schatten sein kann.
Putz dein Auto und polier es wie wild,
danach ist deine Lust auf Schönes gestillt.
Entroste den Grill, leg’s Werkzeug zurecht,
dann startet die Saison gar nicht so schlecht.
Hol’ Hacke und Spaten aus deinem Keller,
dann wird auch der Gartenstart schneller.
Und das wichtigste kommt jetzt, gib Acht,
sei um Gottes Willen darauf bedacht,
dass du deine Frau die einzige deine,
du weißt bestimmt schon wen ich meine,
im Frühling besondere Ansprüche stellt,
wer das vergisst, der hat sie verprellt.
Wenn in den Bäumen neue Säfte strömen,
muss man die Frauen besonders verwöhnen.
Hilf beim Hausputz und steht nicht nur rum,
lob sie dabei und glotz nicht nur stumm.
Genießt den Frühling, freut euch wie Kinder,
viel zu schnell kommt der frostige Winter.
Der Frühling beginnt, was für ein Glück.
Vergiss deine Sorgen, schau nicht zurück.

Informationen zum Gedicht: Frühling

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07.09.2012
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Janfried Seeburger) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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