Baustelle Aesculapkreisel Tuttlingen

Ein Gedicht von Janfried Seeburger
Baustelle


Es war einst früh am Morgen
auf schwäbisch es war „Kuhnacht“
da machte ich mir große Sorgen
und ich habe mir gedacht:
„Jetzt fällt bestimmt mir armen Tropf
der Himmel runter auf den Kopf.“
Es quietscht, im Schrank klappern Tassen,
Motoren dröhnen, es ist nicht zu fassen,
kreischendes Metall dröhnt mir ins Ohr,
kratzen, und scharren hör ich hervor.
Rattern und scheppern hör ich mit Verdruss,
Laufketten quietschen, kommt jetzt der Russ‘?
Oder war es nur des Diesels Duft,
der hängt hier fast immer in der Luft?
Doch nein, es ist schon wie seit Wochen,
jetzt hab ich den Braten doch noch gerochen.
Die Baustelle ist es, bei uns vor dem Haus
beim Aesculapkreisel, wer hält das aus?
Bagger kreischen, Autoschlangen,
ich muss um die Gesundheit bangen.
Die Nerven klappern, es jault der Hund,
das ist doch bestimmt sehr ungesund.
Ich hoffe, jetzt ist es bald mal vorbei,
weil ich mich auf die Ruhe schon freu,
friedlich vor dem Hause zu sitzen,
vor dem Lärm mich nicht mehr zu schützen,
der Hund schläft in Ruhe zu meinen Füßen,
ich kann den Feierabend jetzt richtig genießen.
Ich schlürfe dazu mit Genuss einen Wein,
er dürfte ruhig von der Stadt mir gestiftet sein.

Informationen zum Gedicht: Baustelle Aesculapkreisel Tuttlingen

775 mal gelesen
(Es hat bisher keiner das Gedicht bewertet)
-
01.11.2013
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.
Anzeige