Asylanten

Ein Gedicht von Janfried Seeburger
Asylanten


Böser Asylant, oder armer Asylant ?
Diese Frage zerteilt nun unser Land.
Vor Wochen war noch Hilfe angesagt,
jetzt wird viel mehr geschimpft und geklagt.
Es kommen Menschen in riesigen Mengen,
die sich in unsere Städte nun drängen.
In allen Farben sieht man fremde Gestalten,
mit anderen Vorstellungen, andrem Verhalten.
Wenn man sie mit Essen und Trinken verhält,
wollen sie lieber Wohnungen und Geld.
Das Ganze ist aber für uns eine riesige Falle,
die Familie kommt nach, und es kommen alle.
Die Büchse der Pandora wurde hirnlos entdeckelt,
und damit sind wir nun alle verseckelt.
Was ist geschehen, wer oder was hat versagt?
Das ist, was fast jeder in Deutschland sich fragt
War es nur die Deutschen oder Europa zusammen,
wer zündelte da mit gefährlichen Flammen?
Sicher, man hilft den Menschen gern in der Not,
denn tut man es nicht, sind viele bald tot.
Doch wurde der Fächer viel zu breit aufgezogen,
viele der „Asylanten“ haben eiskalt gelogen.
Sie kamen nicht, weil ihre Heimat unter Krieg litt,
sie kamen nur wegen dem Wohlstand und Profit,
mit dem Politiker blauäugig und dumm gewunken,
niemand verfolgt, niemand ist beim Fliehen ertrunken.
Doch nun sind sie da, jeder schüttelt den Kopf,
das war doch ganz klar, das ist ein ganz alter Zopf.
Da müssen wir deutlich und klar reagieren,
zurück schicken und den Kopf nicht verlieren.
Der größte Fehler geschah schon vor vielen Jahren,
scheinbar sah noch niemand diese Gefahren.
Man schickte viel Geld in die armen Regionen,
noch keine Milliarden, sondern „nur“ Millionen.
Als Beweis dass wir an die Armen dort dachten,
aber niemand kontrollierte was die damit machten.
Kein armer Bauer bekam vermutlich von dem Geld,
es versickerte wie der Regen, der selten dort fällt.
Die Regierenden bekamen dort plötzlich goldene Nasen,
fuhren dicke Autos, hatten Paläste mit grünem Rasen.
Unser Zaster floss weiter, niemand wollte wissen wohin,
wir hatten ja „geholfen“ doch es ergab keinen Sinn.
Es tobten Kriege, von brutalen Herrschern gestützt,
sie beuteten das Volk aus weil es ihnen gut nützt.
Die reichen Länder trieben mit ihnen noch Handel,
und sorgten aus Gier nicht für einen Wandel.
Waffen wurden geliefert, Raubbau, und Mord übersehen,
dachte man, das würde ewig so weitergehen?
Die Armen wurden ärmer, ermordet, vertrieben,
was ist ihnen denn anderes übriggeblieben,
als ihr Land nur mit dem nötigsten zu verlassen,
das Risiko einzugehen und fliehen in Massen.
Hätten wir damals geholfen, und die Tyrannen gefällt,
für Friede und Arbeit, Nahrung gesorgt in ihrer Welt,
hätten wir damals nicht die Hände in Unschuld gewaschen,
dann säßen sie uns heute nicht auf unseren Taschen.
Mit diesen Menschen müssen wir jetzt vertragen,
die Wirtschaftsflüchtlinge in ihr Land zurück jagen.
Dafür sorgen dass der Flüchtlingsstrom endet,
und dass man Hilfsgelder auch richtig verwendet.
All die korrupten Drahtzieher muss man entmachten,
dafür sorgen dass man Menschenrechte beachtet.
Naturraubbau stoppen, nicht durch kaufen noch stützen,
Ausbildung und Technik liefern würde jetzt noch nützen.
Jammern und schimpfen hilft uns nun nichts mehr,
aus unseren Ländern muss eine Lösung jetzt her.
Entwichen ist das Böse aus Büchse der Pandora
nur eines ist nach der ersten Öffnung noch da:
Die Hoffnung ! Drum öffnen wir die Büchse noch mal,
und lassen die Hoffnung heraus in die Welt,
auf dass sie sich bessert, und uns allen gefällt.

Janfried Seeburger 01.10.2015

Informationen zum Gedicht: Asylanten

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02.10.2015
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