Tobsuchtsanfall

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
- Fiktion –

"Besinnungslosigkeit"
-1-
Er explodiert, ihm schwillt der Kamm,
es bricht emotionaler Damm
die Brüllstimme sich überschlägt,
Zorn sich auf Partner überträgt,
-2-
Sein Gesicht läuft puterrot an,
er nicht mehr an sich halten kann
Augen quellen aus den Höhlen,
man hört verächtliches Stöhnen,
-3-
Er geifert und fletscht die Zähne,
vom Holztisch fliegen die Späne
Gehässigkeiten spuckt er aus,
schreit sich seine Seele heraus,
-4-
Stimme klingt heiser, bricht dann weg,
der Zorn reißt in sein Herz ein Leck
Halsvenen treten stark hervor,
Tassen, Gläser „schießt er ins Tor“
-5-
Mobiliar schlägt er kurz und klein,
bedroht Partner mit dem Tischbein
ist ausgeliefert eigner Wut,
- ein Opfer seiner „Teufelsbrut“ -

Phase der Reue
"Rückbesinnung"

Er hat viel Porzellan zerschlagen,
schmerzhaft verkrampft sich sein Magen,
es stellen sich ihm viele Fragen,
die an seinem Selbstwert nagen,
inzwischen hat er nicht das Sagen,
kann sich selbst nur schwer ertragen
beginnt tief beschämt zu wehklagen,
schluchzt, weint, fühlt sich wie erschlagen,
wie konnte er es so dreist wagen,
Partner aus dem Haus zu jagen,
ging ihm dabei noch an den Kragen
Gewissensbisse ihn plagen,
im Herzen die Liebe zernagen,
stärker wird sein Unbehagen

-Versöhnung will er demnächst wagen -

Informationen zum Gedicht: Tobsuchtsanfall

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31.08.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.