Häusliche Gewalt - In Ungnade gefallen -

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-Fiktion –

Bedrohliches Schweigen,
Atmosphäre verdichtet sich,
drohendes Unheil wird greifbar,
Spannung wird unerträglich.
Ihr Herz verkrampft sich,
Eiseskälte kriecht an
ihrem Rückgrat entlang.
Unsichtbare Hände legen sich
schraubstockartig um ihren Hals,
drücken ihr die Luft ab.
Ein glasiger Blick durchbohrt sie.
Ihre Mimik verhärtet sich.
Innerer Druck baut sich auf,
sie droht zu implodieren.
Ein ersticktes Schluchzen
entringt sich ihrer Kehle,
gefolgt von gellenden Schreien,
die Mark und Bein erschüttern.
Männerfäuste holen aus.
Ihr Kopf fliegt unter der Wucht
der Schläge krachend zur Seite.
Sie sackt in sich zusammen.
Im Mund breitet sich
metallischer Geschmack aus.

Sie spuckt Blut, hustet gurgelnd,
Schneidezähne wackeln.

Ein Säugling schreit wie am Spieß.
Mit verhaltenem Atem
löst sie sich aus der Erstarrung,
beißt die Zähne zusammen,
will sich Qualen nicht anmerken lassen.

Höchste Zeit, sich um ihr Kind zu kümmern
Die Pflicht ruft!

Es war nicht der erste Gewaltakt,
der sie zu Fall brachte….

Informationen zum Gedicht: Häusliche Gewalt - In Ungnade gefallen -

27.10.2026
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Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.