Es gibt nichts Neues unter der Sonne!
Wo bleibt der „Kick“ in der Dichtung?
Unzählige Male folgt
auf Sonne die Wonne,
auf Herz, der Schmerz.
Sonne strahlt in Gedichten
was das Zeug hält.
Der Himmel mit oder
ohne Sterne ist auch
stets mit von der Partie.
Vögel zwitschern endlos
ihre Lieder, leiden
bereits unter Heiserkeit.
Die Wälder rauschen,
Bäume, Büsche blühen
das ganze Jahr über.
Die Liebe steht und fällt,
ist als Dauerthema
nicht kleinzukriegen.
Wirklich alles davon ist
in Gedichten ohne Ende
„verdichtet“ worden.
Reimwörter haben sich
durch Dauergebrauch
völlig abgenutzt.
Dichter kann die Welt
nicht neu erfinden,
wie aber kann er sie
kreativ „verdichten“,
sie in einem anderen Licht
erscheinen lassen,
infolgedessen Lesern
die Augen öffnen?