Die flambierte Rübe

Ein Gedicht von Ingrid Baumgart-Fütterer
-1-
Es hoppelt hungriger Feldhase
herüber zu einem Schneemann,
dessen saftiger Rübennase
er gar nicht widerstehen kann.
-2-
Der Hase beißt ihm die Nase weg,
Ärmster den Geruchssinn verliert,
flugs trägt er die Beute ins Versteck,
wo Frau Hase Rübe flambiert.
-3-
Sie lassen sich die Rübe schmecken,
Schneemann sich in Tränen auflöst
und im Kampf gegen das Verrecken
an Grenzen seiner Kräfte stößt.
-4-
Der „Angefressene“ bricht entzwei,
Kohlen kullern aus seinem Kopf,
wo er stand, nichts als schneeiger Brei,
garniert mit nem zerbeulten Topf.

Informationen zum Gedicht: Die flambierte Rübe

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14.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Ingrid Baumgart-Fütterer) für private und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden.