Mein Baum

Ein Gedicht von Ingelore Jung
Mein Baum

Was hast du einen gewaltigen Stamm
Welch ein Umfang, kann dich nicht umfassen
Was streichle ich dich so oft
Spüre deine tief gefurchte Rinde
Meine Fingerspitzen berühren dich
Blicke voller Demut zu dir hoch
Werde ganz klein und nichtig

Erblicke deine imposante Wuchshöhe
Sehe all die Verästelung
Das so dichte Blattwerk
Dein Blattwerk das ich mir
So gerne im Wandel der Gezeiten
Voller Dankbarkeit betrachte
Erst die klitzekleinen Knospen

Das satte Grün der Blätter
Die langsame Verfärbung
Bis zum Leuchten in der Oktobersonne
Um dann das hernieder trudeln zu sehen
Um voller Übermut wie ein Kind
Durch die raschelnden Blätter zu laufen
Und plötzlich stehst du völlig kahl

Weiße Kristalle glitzern nun auf deinem Geäst
Ich streichle dich liebevoll
Hoffe, dich noch lange umarmen zu dürfen
Dich meinen Baum, mein Lebenselixier
Bei dem ich eins werde mit der Natur
Stille und Ruhe umgeben mich
Spüre Licht und Wärme


© Ingelore Jung
20.10.2018

Informationen zum Gedicht: Mein Baum

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26.10.2018
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