Der "Braune"

Ein Gedicht von Horst Rehmann
Morgens springt man aus dem Bette,
rennt schnellstens zur Toilette,
will sie loswerden, die Schlacke,
zu dem der Volksmund sagt - Kacke.

Dann sitzt man da, ist am Schnaufen,
legt ihn ab, den großen Haufen,
schaut hinunter auf den “Braunen“,
und kommt nicht raus, aus dem Staunen.

Er ist mal dünn, doch meistens dick,
hat mittendrin auch mal `nen Knick,
mancher ist lang und mancher kurz,
wenn warme Luft kommt, war´s ein Furz.

Zu guter Letzt, man glaubt es kaum,
der “Braune“ ist des Landwirts Traum,
als Gülle sprüht er ihn aufs Feld,
nach guter Ernte, bringt´s ihm Geld.

Man spricht normal von Kacke nicht,
und schreibt von ihr auch kein Gedicht,
doch jeder weiß vom Kackestück,
wenn man hinein tritt – bringt es Glück.

© Horst Rehmann

Informationen zum Gedicht: Der "Braune"

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03.12.2017
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