Schlanker Fuß

Ein Gedicht von Hans Witteborg
Schlanker Fuß

Ein schlanker Fuß, so zierlich fein,
gesetzt bei einem Ringelrein,
entzückt mit seiner Eleganz,
ist wunderschön zu seh´n beim Tanz.


Dies Tippen nur mit leichtem Schwung
auf dem Parkett. Die Bodenhaftung
zuweilen völlig ausgesetzt -
so wie beim Reh, das grad gehetzt

Beim Ringelrein läßt man das gelten,
doch muß man Zeitgenossen schelten,
die schlanken Fuß sich angewöhnen,
jedwede Verantwortung verhöhnen.

Wenn ´s schwierig wird sich schnell verziehen
sich drücken und sich nicht bemühen
die Hilfe anderen überlassen.
So ´n „Schlanker Fuß“ ist nicht zu fassen.

Das Leben ist kein Ringelrein
und sich zu drücken ist nicht fein,
darum ist so ein „Schlanker Fuß“
genau das, was nicht sein muß!

Informationen zum Gedicht: Schlanker Fuß

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09.04.2018
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Hans Witteborg) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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