Berlin

Ein Gedicht von Günther Stegmeier
Jetzt ist es passiert, was lang schon prophezeit,
es geschah nicht in der Ferne und weit weg,
nein im eigenen Land und doch war keiner wirklich bereit,
der Schrecken ist groß und die Angst geht um, keiner braucht einen Beleg.

Was ist passiert, was hat sich geändert, was ist neu,
wir werden doch das ganze Jahr in den Medien mit dem Tod bombardiert,
die Spielkonsolen in den Zimmern verscheuchen die Wärme, die Kälte ist treu,
warum erschreckt ihr, ihr kennt es doch, es ist nichts neues passiert.

Stimmt es passierte nicht in der Ferne,
vor deiner Tür hat der Tod angeklopft,
es ist der gleiche Tod, wie in der Weite,
ja du kannst es nicht leugnen, steh dazu auch im Kopf.

Darüber reden ist leicht, ihn Hautnah sehen ist Hart,
kannst du jetzt erahnen, was der Fremde erlebt,
seine Tränen werden jetzt zur Wahrheit, sind die Herz noch zart,
ja er ist angekommen auf leisen Sohlen, seit bereit fürs Gebet.

Informationen zum Gedicht: Berlin

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21.12.2016
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