Maikäferstaunen

Ein Gedicht von Goldene Acht
Der Wind verwirbelt die Weiden.
Die mächtigen Eichen und Buchen
tuscheln aufgeregt und suchen.
Sie können die Besucher nicht leiden.

Es kriecht herbei ein Käfer des Mai.
Eigentlich ist das seine Zeit,
doch die Weide trägt ein tiefgrünes Kleid!
Er ist durcheinander und sein Kopf schwer wie Blei.

Aus der Buche dröhnt ein lautes Summen.
Eilig fliegt er in die Krone hinauf.
Das Gedrängel nimmt er gerne in Kauf.
Und flugs beginnt auch er zu brummen.

Von Junikäfern lässt er sich berichten,
dass sein Lieblingsmonat längst zu Ende!
Das bedeutet eine Wende:
nämlich aufs Übliche zu verzichten.

Er will die Weide freudig bestaunen,
statt ihrer Blätter Buche speisen
und auch mal zu den Nachbarn reisen.
Dort kann er hören der Weide Raunen.

19. Juni 2017

Informationen zum Gedicht: Maikäferstaunen

93 mal gelesen
-
28.06.2017
Das Gedicht darf weder kopiert noch veröffentlicht werden.
Anzeige