Intriganten

Ein Gedicht von Florian Brunner
Sie kokettieren mit ihrem Heiligenschein,
ihre Weste ist stets faltenfrei und rein.
Sie kennen Rat in allen Lebenslagen,
wissen Antwort auf alle Lebensfragen.

Doch darunter, man glaubt´s oft nicht,
hinter einer Maske gut versteckt, ihr zweites Ich.
Meist schlangenhaft, hinten rum, aus sicherem Versteck,
verbreiten sie Lügen, Märchen, Gerüchte – Dreck.

Sie halten sich für klug, gewitzt und überlegen,
urteilen, richten und bestimmen über anderer Leben.
Sie verehren den Mammon, halten sich für Gott,
gewissenlos, skrupellos, ihre Herzen verstockt.

Doch hier ein Trost, niemand braucht verzagen,
ein jeder hat sein Tun mal selber auszubaden.
Machen WIR es einfach besser, sagen wir „Nein“,
schon sind WIR viele, die Intriganten dagegen allein.

Letztendlich, da mir, offen gestanden, der Glaube daran fehlt,
bitte ich dich, lieber Leser, hier noch zum Gebet:
„Aus Gier und Lügen besteht des Intriganten Wesen,
lieber Gott, lass uns von dieser Krankheit genesen!“

Juli 2015

Informationen zum Gedicht: Intriganten

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15.07.2015
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