(über)Sehen

Ein Gedicht von Daniela Leiner
Das, was war bleibt am Leben,
so lange man an vergangenes denkt,
nichts nützt es, wenn man an
bereits verschüttete Milch denkt.

Es sind die eigenen Gedanken,
die den Magen verderben,
Gedankenfüße, die laufen
durch Vergangenheitsscherben.

Dabei übersieht man die frische Milch,
die geduldig vor einem steht,
wenn man nicht sieht, was ist,
weil der Blick stets zurück geht.

Informationen zum Gedicht: (über)Sehen

28.10.2019
1.091 mal gelesen
1
Danke für deine Rückmeldung.
Dieses Gedicht hat 0 Leser gefallen und 0 Leser berührt.
5,0 von 5 Sternen bei 1 Bewertung
Das Gedicht darf nur mit einer Erlaubnis des Autoren kopiert oder veröffentlicht werden. Jetzt Anfrage stellen.