Goldene Wächter

Ein Gedicht von Claudia Behrndt
Im Morgengrauen strecken sie sich weit,
die Sonnenblumen, leuchtend stolz und klar.
Sie folgen ihrem Stern durch Raum und Zeit,
als wäre Licht ihr einziges Lebenspaar.

Mit goldenem Haupt im Sommerwind sie stehen,
verwurzelt tief im warmen Erdenschoß.
Sie drehen sich, dem Sonnenlauf zu sehen
und blühen auf – strahlend, wundergroß.

Wenn Abendrot den Himmel sanft umhüllt,
neigt sich ihr Haupt in ruhiger Rast.
Ein letztes Leuchten, das die Seele füllt,
bis morgen neu die Sonne sie erfasst.

So steht die Blume, treu dem ewigen Licht,
ein stilles Sinnbild, das vom Leben spricht.
Sie wächst in Schönheit, welkt und kehrt zurück -
doch trägt sie stets unvergängliches Glück.

© Claudia Behrndt
17.05.2025

Informationen zum Gedicht: Goldene Wächter

09.03.2026
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