Wunschdämmern

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Die Sonne wandert über meine Beine.
Ich lasse sie.

Hinter den geschlossenen Lidern
liegt ein Nachmittag am Meer.

Ein dünnes Hemd trocknet
auf meinen Schultern.

Vielleicht bleibe ich bis morgen.
Vielleicht einen ganzen Sommer.

Ich strecke mich aus,
lasse eine Handvoll Sand
langsam rieseln.

Wie leicht es ist,
hier zu liegen.

Sogar das Wünschen
hat Zeit.

Informationen zum Gedicht: Wunschdämmern

13.10.2026
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