Rückflimmern
Eines Tages
wird mein Leben
in mir zurückflimmern,
Bild für Bild
wie Staubpartikel
im Licht eines alten Projektors.
Nicht die Tage werden bleiben,
die sich sauber erzählen lassen,
an denen alles funktionierte,
und niemand stolperte.
Bleiben werden eher
die aufgeschlagenen Knie.
Am Ende zählt nicht,
wie behutsam ich gewesen bin,
sondern ob ich gebrannt habe
für etwas,
für jemanden,
für diesen einen trotzigen Gedanken,
dass Angst kein Zuhause sein darf.
Da sollen Szenen sein,
die atmen:
Ein Lachen mitten im Zusammenbruch.
Eine Tür, die ich dennoch geöffnet habe.
Ein Abschied, der ehrlich war.
Ich hoffe auf Spuren.
Auf Mut an unpassenden Stellen.
Auf Fehler, die gelebt wurden.
Auf Liebe,
nicht makellos, aber echt.
Ich hoffe,
ich bin nicht bloß durch die Jahre gegangen
wie durch einen fremden Flur.
Ich hoffe, dass ich beim Zuschauen denken kann:
Ja. So war es.
Wild,
verletzlich,
unvernünftig.
Aber es war mein Leben.
Und es leuchtete.