Bring mich zu den Sternen

Ein Gedicht von Chandrika Wolkenstein
Bring mich zu den Sternen, bitte.
Hier ist mir alles viel zu laut.
In der Stille find’ ich meine Mitte.
Hab mir das Schweigen abgeschaut.

Nimm mich aus den grellen Räumen,
aus dem Muss, das ständig schreit.
Ich will nicht nur von Freiheit träumen.
Will bei mir sein – ganz befreit.

Rundherum die großen Lichter,
ohne Urteil, ohne Ziel.
Das ist die Gnade dieser Nächte:
Dass niemand etwas von mir will.

Und wenn ich wieder runter muss
in diese laute, enge Zeit,
trag ich noch Sternenstaub im Atem –
Nächster Trip: ich bin bereit.

Informationen zum Gedicht: Bring mich zu den Sternen

12.02.2026
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