W o l k e n t r a u m

Ein Gedicht von Birgit Klingebeil
Ich liege still im weichen Gras
und die laute Welt wird blass.
Sinnend blick' ich in die Höh',
wo ich die weißen Riesen seh’.

Sie ziehen wie ein lautlos' Band
durch ein unendlich blaues Land.
Kein Ziel hat dieser leichte Lauf,
sie fangen meine Sorgen auf.

Ich schließe sanft die Augenlider
und sink' tief in das Kissen nieder,
das aus Luft und Schaum gewebt
und beständig vorwärts strebt.

Getragen von des Windes Hand,
entrückt dem festen, grauen Land,
gleit’ ich vorbei an Zeit und Raum,
verwebt im hellen Wolkentraum.

So zieh’ ich mit im sanften Wind,
bin frei und sorglos wie ein Kind.
Egal ob Schwan, ob Blütenmeer,
wild wandeln wir uns hin und her.

*****

Wenn ich langsam dann erwache
und verstohlen über Geister lache,
bleib' ich dem Blau noch lange nah,
weil ich im Traum den Himmel sah.



© Birgit Klingebeil
[2026]

Informationen zum Gedicht: W o l k e n t r a u m

23.09.2026
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