Kommentare zum Gedicht von "Nebelgeister"

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1. Eintrag von Horst Hesche 13.10.2022 um 10:59

Liebe Rosmarie! Ich finde diese Nebelzeit im Herbst trotz der Kühle doch sehr schön. Man kann da seine Fantasie so richtig walten lassen.
Als Kind hatte ich einen Schulweg von 3 km. Im Herbst lag manchmal dichter Nebel über dem Land. Zu der Zeit wurde gerade ein Mörder gesucht. Vor mir fuhr ganz in Schwarz ein Mann auf seinem Fahrrad.
Ich konnte noch erkennen, dass an seinem Gürtel lange Messer und Wetzeisen in Futteralen hingen. Mal war er im Nebel verschwunden,
mal tauchte er wieder auf! Könnte das der gesuchte Mörder sein?
Schließlich sagte mir mein Grips, ne, ne, das ist der Metzger, der zum Bauer zum Schweine schlachten fährt. Manchmal habe ich auch ganz bewusst den Schulweg an einem nahe gelegenen Moor vorbei gewählt.
Das wurde dann schon etwas gruselig. Ich hatte dann einiges zu erzählen! Also, liebe Rosmarie! Alles Gute und Schöne! Bleib gesund! Horst
Dein Kommentar:
Lieber Horst,

wie herrlich! Wie herrlich schauerlich! Deine Schilderung, wie du als Junge im Nebel den gesuchten Mörder auf seinem Fahrrad beobachtet und seinen Gürtel mit Messern registriert hast, ist einfach köstlich! Wie gut, dass dir noch bewusst wurde, dass es sich wohl eher um den Metzger der Bauern handeln dürfte…  Solche Erinnerungen sind einfach wunderbar – vor allem im sicheren Heim mit dem Abstand des Alters.

Dennoch, ziehende Nebelschwaden mit ihrer Mystik liebe ich auch heute noch. Vor einigen Tagen beobachtete ich bei bereits blauem Himmel, wie hinten auf der Wiese Nebelschwaden zogen. Teilweise bauten sie sich haushoch auf und verschwanden dann wieder. Solche Erlebnisse sind für mich etwas ganz Besonderes.
Um deine Gänge als Kind im Nebel am Moor entlang beneide ich dich geradezu. Allerdings bezweifle ich, dass ich den Mut gehabt hätte, einen solchen Weg zu wählen. Ich liebte zwar schon als Kind den „Knaben im Moor“ und sage mir die Stücke, die ich davon heute noch auswendig kann, immer mal wieder auf, aber zwischen dem Lesen oder dem Ausmalen solcher Erlebnisse und dem realen Grauen ist doch ein Unterschied.

Also freuen wir uns auf positive Nebelgeheimnisse, denen wir in diesem Herbst begegnen könnten!

Dir alles Liebe und bleib gesund!
Rosmarie
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