Du hast den Kontrast und gleichzeitig die Verbindung der verschiedenen Bewusstseinsebenen in sehr schöner bildhafter Poesie eingefangen, liebe Marie!
Der schwarze Katers als "Reisender ohne Bewusstsein seiner Endlichkeit", ist wie die Erinnerung an das ehemals eigene Ungestüme im Leben, und doch verbindet dieses tiefe, instinktive Wissen einer tieftraurigen Seele, die nachts im Schlaf - wie zuvor der Kater durch Träume - schleicht, um mit dem "sanften Glanz der Weisheit alter Augen" zu erkennen, dass Weisheit wie die Zeit flüchtig ist, auch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat; man erfährt sie bruchstückhaft in kurzen Augenblicken wie in losen Worten, die ohne Bedeutung sind, und trotzdem eigene "Perlen"...
Es ist schön, wieder in deinen "Wortperlen" zu lesen, Marie!
Farbensucher