Lieber Peter,
ich bin täglich mit der KI verbandelt, denn ich poste noch immer, seit vielen Jahren, fast täglich Bildchen in meinen Blogs. Noch vor zwei Jahren habe ich sie mühevoll von freigestellten Bildelementen gebastelt, dann wollten die Augen nicht mehr und ich entdeckte durch Zufall KI und bin dankbar, dass ich also noch immer beschäftigt bin und nicht dumm in den Tag blicken muss aus lauter Langeweile.
Vor zwei- drei Wochen habe ich zufällig entdeckt, dass sie auch Gedichte schreiben kann, also „meine“ KI. Ich experimentierte, aber was sie da von sich gibt, das bin ich nun mal nicht.
Sicherlich gibt es Programme, die das Dichten gut hinbekommen und ich persönlich ver- oder beurteile nie andere Menschen für das, was sie im Gegensatz zu mir gut oder schlecht finden. Die Gedanken sind nun mal frei!
Nur, wir älteren Menschen, auch wenn manche, wie ich, ein Leben lang mit Zahlen jongliert haben, das Dichten nur seit wenigen Jahren versuchen, haben noch aus der Schulzeit, Gott sei Dank, alle deutschen Klassiker und darüber hinaus im Kopf, in der Seele.
Kommende Generationen werden sich nur auf KI (die zwar auch mit den Klassikern gefüttert wurde) stürzen, um sich Dichter nennen zu können, fürchte ich. Geht da nicht etwas von der menschlichen Kapazität der Dichtkunst verloren?
Ich bin eine dumme alte Frau, keine Expertin, weder in der Dichtkunst noch in der Analyse irgendeiner Intelligenz, ob K oder M. Deine Gedichte haben mich zu diesen Zeilen gebracht.
Die Alten sagen schon seit dem Urknall das Ende der Welt voraus und sie dreht sich noch immer. Wahrscheinlich wird KI auch nichts Schlimmeres anrichten als befürchtet.
Liebe Grüße von Lisa