Kommentare zum Gedicht von "Des Anthropomatikers Himmelreich"

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1. Eintrag von jogdragoon CHECK 27.08.2026 um 20:02

Geheimprojekt “RBC” - Die Einweisung

Ich war mit ihr alleine in einem spärlich beleuchteten Raum.
An der Wand hing ein übergroßer Monitor. Ich saß an einem kleinen Tisch und hatte ein paar Unterlagen vor mir liegen.
Sie stand vor dem Monitor und drückte die Taste für den Start der Präsentation.
Der eingebaute Laserpointer der Fernsteuerung zeigte auf das Firmenemblem.
Die etwas ältere, jedoch attraktive, sportlich, schlanke Wissenschaftlerin sah mich ernst über ihre Lesebrille an und sagte:
"Hier sind Sie im Zentrum des Geheimprojektes RBC. Das steht für Real Brain Connect”.
Die ersten oberflächlichen Details betrafen die Firma im Allgemeinen und die wichtigsten Ansprechpartner.
“Sie haben die Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben und ich möchte Sie daran erinnern, wie wichtig es ist, dass Sie absolut verschwiegen sind
und diese ohne Ausnahme einhalten !” sagte sie nachdrücklich.
"RBC ist ein hochtechnisches Produkt, das weltweit einzigartig ist.
Das Ziel ist, ein Gehirn mit einem Roboter zu verbinden und durch den Roboter, zu sehen, zu hören, zu riechen, wie ein echter Mensch.
Uns stehen dafür mehrere Expertenteams und ein Quantencomputer zur Verfügung." erklärte sie und drückte auf der Fernbedienung die Taste für die nächste Seite.
“Hier sehen Sie ein paar Probanden der ersten Tests. Die Hauben auf ihren Köpfen dienen der Anbindung an unsere KI”
Dann zeigte sie mir die Aufnahmen, die die Augen eines Roboters übermittelten und durch KI nachbearbeitet worden sind.
Ich bin normalerweise nicht so von Technik beeindruckt, weil ich aus der Praxis heraus weiss,
dass diese Dokumentationen in Wirklichkeit mehr mit geschönter Propaganda, als mit der Realität gemein hatten.
Ich fragte sie "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nun so besonders sein soll.
Viele andere werden bestimmt auch in diese Richtung forschen !".
Sie lächelte mich überheblich an und fuhr fort: "In der Tat ist das bis hier hin noch nicht sehr ungewöhnlich.
Lassen Sie mich Ihnen mal eine Frage stellen. .. Was meinen Sie, wie das Gehirn der Probanden mit dem Roboter verbunden ist ?"
Ich hatte mir dazu schon meine Gedanken gemacht und antwortete:
"Bestimmt werden Gehirnsignale von der Haube aufgenommen und in eine KI gespeist.
Diese berechnet dann die erforderlichen digitalen Signale für den Roboter.
Umgekehrt werden die Kameras der Roboteraugen auf Monitore, vielleicht mit einer 3D-Brille, übertragen.
Wie das mit Hören, Riechen und Fühlen funktioniert, ist mir jedoch nicht so ganz klar."
Sie sagte "Im Ansatz sind einige Punkte schon ganz gut durchdacht. Doch unser Ansatz ist ein ganz anderer.
Was Sie hier auf dem Video gesehen haben, waren die ersten Tests.
Ich werde es jetzt kurz machen.
Es geht nicht darum, eine Haube zu benutzen, sondern das Gehirn wird direkt angezapft und das geht weit über Neuralink hinaus.
Wir haben die Erlaubnis von Querschnittsgelähmten und der Regierung, dass sie freiwillig an einem Experiment teilnehmen dürfen, das folgendermaßen abläuft:
Es wird ein spezieller Gehirnbehälter vorbereitet, der ein Gehirn mit allem notwendigen versorgt.
Zusätzlich ist darin ein REC Generator eingebaut, das die DNL Leitungen indirekt mit dem Gehirn verbindet.
Es gibt es noch in Verbindung mit dem REC einen ausgereiften 3D Aktivitätsscanner, der die Hirnaktivitäten mikrometergenau erfassen kann.
"Ich hob den Arm und die Wissenschaftlerin fragte: "Ja, bitte ?".
"Was ist ein DNL ?" fragte ich sie.
Sie zeigte auf ein kleines Gerät auf dem Tisch und sagte:
"DNL steht für Digital-Neuronal-Link und enthält einen Digital Analog Wandler, der durch KI gesteuert Digitale Signale in organische Stromimpulse wandelt,
die von einem verbundenen Gehirn, wie echte Neuronale Impulse wahrgenommen werden.
Damit sind wir auch schon beim Kern der Sache.
Die Gehirne der Probanden wurden extrahiert und in den RBC Cube integriert und angeschlossen.
Dann wurden die für die Sinneswahrnehmung bekannten Nerven über DNL und REC verbunden.
REC ist die Hightec Innovation, die das Ganze erst ermöglicht.
Es steht für "Radioactive Energy Cloud" und ist eine konstruierte, energetische Wolke, die über das Gehirn gelegt wird und die entsprechenden Hirnregionen stimmuliert.
Wenn sie fragen, ob das nicht schädlich für das Gehirn ist, dann denken sie daran, dass die Dosis das Gift macht.
Mit der Stimulans des Gehirns und dem 3D Aktivitätsscanner werden die Reaktionen rückgekoppelt perfekt an das jeweilige Gehirn angepasst ermittelt
und über den DNL in die REC Matrix übertragen.
Der 3D Aktivitätsscanner verwendet ebenfalls die REC um die Hirnaktivitäten in einer 3D Matrix auszulesen.
Die KI wird somit in die Lage versetzt, alle Gehirnaktivitäten mit den entsprechenden Körperfunktionen zu verknüpfen
und dem Gehirn entsprechende Rückmeldungen zu geben.
Dann wurde die KI per Satellite Link mit einem Roboter verbunden.
Allerdings dauert es ein paar Tage, bis die DNL eine perfekt angepasste REC steuern kann.
Die Wartezeit ist erforderlich, damit die REC mikrometergenau wirken und mit der entsprechenden Abbildungskurve in der KI der Impulsaktivitäten kalibriert werden kann.
Die KI simuliert nun dem Gehirn, dass der Roboter ein menschlicher Körper ist."
Erschrocken zuckte ich zusammen, als mir das vollständige Ausmaß der Aussagen bewusst wurde.
Ich fragte direkt "Und das funktioniert ? .. Das Gehirn bekommt nicht mit, dass es getäuscht wird ?"
Sie erwiderte: "Genau so ist es.
Zum einen gewöhnt sich das Gehirn recht schnell an die neue Umgebung, die individuell für Sie bereitet wurde und dann erzeugt die KI noch einen Bonus !".
"Und der wäre ?" fragte ich interessiert.
"Die KI simuliert den Körper des Menschen.
Das heisst, dass die Rückmeldungen der Sensoren des Roboters durch die KI in eine Menschen Simulation umgewandelt werden.
Der Videostream der Roboteraugen wird so verändert, dass das Gehirn sich selbst als Menschen sieht.
Ob Spiegelbilder in Pfützen, Glasscheiben, Spiegeln, ob die Muskeln, Arme, Beine oder sonst irgendetwas.
Alles wird von der KI in Echtzeit für das Gehirn uminterpretiert und in das Gehirn eingespeist.
Die Wahrnehmung des Gehirns, dass es in einem echten menschlichen Körper steckt, ist perfekt.
Und das Beste daran ist, dass der Humot sein Äußeres selbst wählen kann.
Er kann seine Haarfarbe, sein Alter und sein ganzes Erscheinungsbild frei definieren.
Wenn er will, kann er sich selbst zum kleinen grünen Männchen machen oder sein Geschlecht wechseln.
Das ist allerdings nur eine Illusion der außeren Hülle. Da das Gehirn sich selbst nicht verändert, kann sich ein männliches Gehirn zwar als Frau selbst sehen und anfühlen.
Allerdings wird es sich nie als Frau fühlen können.
‘Humot’ ist übrigens unser Arbeitstitel für die Brain-KI-Robotunit.
Über eine Eingabemaske kann er den gewünschten Menschen seiner Art selbst designen und dann wird er zu dem, was er sich ausgesucht hat."
"Und was ist mit echten Menschen. Die sehen doch die Roboter!" fragte ich kritisch.
Sie fuhr fort "Echte Menschen sind noch nicht reif für diese fortschrittliche Entwicklung.
Doch in ein paar Jahren werden die Roboter auch menschenähnlicher und irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft auch tolerant für die Humots.
Viele weitere Details sind für Sie jetzt unerheblich. Bei Interesse lesen Sie die vor Ihnen liegenden Unterlagen.
Sie haben die besondere Aufgabe bekommen, sich um einen ganz besonderen Fall zu kümmern.
Unser leitender Forscher auf diesem Gebiet hatte leider vor kurzem einen Unfall und fiel in ein Koma.
Dank seines Vertrags mit der Firma und seines Testaments durften wir sein Gehirn extrahieren und es mit unserem fortschrittlichsten Roboter verbinden.
Sie haben die Aufgabe, ihn langsam an die neue Situation heranzuführen und sein Trauma zu behandeln."