Profil von Jürgen Richter

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Alter: 73 Jahre

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Anzahl Gedichte: 64
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Gedichte gelesen: 100.470 mal
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Titel
24 Latte Macchiato
Vorschautext:
Meine Frau liebt ihren "Latte",
sie duldet keine Debatte.
Die Tassimo war ihr Hit,
denn Kapselmaschinen sind Hip.

Sich über den Automaten freut,
hoffe das sie das nicht bereut.
Denn was kommt aus 'ner Kapsel raus,
ich lese den Inhalt, welch ein Graus.

7 Gramm Kaffee, wo bleibt da der Geschmack,
ich trinke meinen Kaffee wie gehabt.
...
23 Geboren
Vorschautext:
Nun ist sie auf die Welt gekommen
und ihre Zukunft hat begonnen.
Wird sie diese Welt ertragen,
oder wird sie sich beklagen?

Eine Welt wo noch immer Staaten,
klammheimlich Atomversuche wagen.
Chemieunfälle an der Tagesordnung sind,
biologische Kriegsführung im Sprachgebrauch find.

Ein Mensch ist so verblendet,
im Selbstmordattentat verendet.
...
22 Der Geburtstag (traurige Variante)
Vorschautext:
Nun kommt wieder dieser Tag,
den ich gar nicht mag.
Die Familie wird mich beschenken,
ich will nicht daran denken.

Was bedeutet mir die Feier,
immer dieselbe Leier.
Ich bin ein Jahr älter geworden,
das macht mir Sorgen.

Meine Lebenszeit hat seine Grenzen,
könnte ich diese Party nur schwänzen.
...
21 Sonnenblumen
Vorschautext:
Durch die Macht der Sonne werden wir geboren,
im Licht des Tages fühlen wir uns geborgen.
Wir heben den Kopf, schauen in ihr Gesicht,
ihre Strahlen sich in unseren Blättern bricht.

Mit all unserer Kraft streben wir ihr entgegen,
ernten ihre Wärme und ihren Segen.
Sie lässt uns wachsen und gedeihen,
unsere Kerne vor Vitaminen nur so schreien.

Unsere Blütenblätter leuchten golden gelb,
wie ihr Licht, wenn es auf die Erde fällt.
...
20 Das Rad der Zeit
Vorschautext:
Könnte ich das Rad der Zeit zurückdrehen,
würde ich denselben Weg nochmal gehen?
Mit dem jetzigen Wissen versehen,
würde ich die gleichen Fehler wieder begehen?

Vieles könnte ich mit anderen Augen sehen,
was würde dann in Zukunft geschehen?
Auf dem Weg des Lebens wir an Gabelungen stehen,
neue Entscheidungen lassen die alte Zukunft verwehen.

Ich würde meine liebe Frau nicht wiedersehen,
allerliebste Tochter und süßer Enkel nicht hervorgehen.
...
19 Der Frosch und die Waschanlage
Vorschautext:
Gelangweilt saß er an seinem Bach,
überlegte was mach ich nur den ganzen Tag.
Man könnte doch die Welt erkunden,
wenigsten für ein paar Stunden.

So entschied er sich spontan
und machte sich auf den Weg mit Elan.
Die Straße hat es ihm angetan,
dort wo ständig Autos fahren.

Per Anhalter war sein Plan,
was für ein Blödian.
...
18 Tag und Nacht
Vorschautext:
Den Rhythmus Tag und Nacht,
wer hat sich das nur ausgedacht?
Ein großer Teil der Zeit wird verpennt
und die andere Zeit jeder auf Arbeit rennt.

Dann, die restliche Zeit,
hat man noch lange keine Freiheit.
Da wird im Garten gebuddelt
und zu Hause gemuddelt.

Würde es die Nacht nicht geben,
hätten wir mehr vom Leben.
...
17 Der Frosch und die Erkenntnis
Vorschautext:
An einem Teich er ganz einsam,
früher saßen sie gemeinsam.
Das Gewässer bewohnt von Verwandten,
Freunden und Bekannten.

Doch mit der Zeit,
lichtete sich der Teich.
Als er unter die Dichter gegangen,
hat es angefangen.

Mit seinen Reimen hat er alle verschreckt,
die meisten haben sich versteckt.
...
16 Naivling
Vorschautext:
Ich kann nicht verstehen,
warum sie auf der Straße stehen.
Die Frauen ganz adrett,
machen den Eindruck, als wären sie nett.

Höflich sind sie auch,
winken auch Männern mit Bauch.
Was ich nicht begreifen kann,
wartet zu Hause nicht Kind und Mann.

Ich sehe sie steigen in ein Auto ein,
können die Männer nicht pünktlich sein.
...
15 Ohne be- wäre alles besser!
Vorschautext:
Frauen können Kinder kriegen,
oder Männer sich bekriegen.
Mütter für ihre Kleinen sorgen,
oder Terroristen sich Waffen besorgen.

Unsere Freundschaften festigen,
oder unsere Grenzen befestigen.
Wir alle unser Glück finden,
oder Soldaten sich im Kampf befinden.

Friedlich durch das Leben gehen,
oder Männer Morde begehen.
...
14 Der Frosch und die Erleuchtung
Vorschautext:
Wenn Nachts am Himmel die Sterne leuchten,
ein Frosch sich fragt was hat das zu bedeuten.
Was ist dieses Lichtermeer,
wo bekomme ich Antworten her.

Doch die Gemeinde in seinem Teich,
ist unwissend und wenig geistreich.
Also begibt er sich in die weite Welt,
um zu erfahren, wie es sich verhält.

Einen kleinen Regenwurm er trifft,
doch der scheint bekifft.
...
13 Der Frosch und das Wetter
Vorschautext:
Ich habe gedacht, der Frosch ist schlau,
sagt vorher das Wetter ganz genau.
Hab ein Glas mit Frosch gestellt ins Zimmer,
soll meine neue Wetterstation sein für immer.

Der Frosch klettert auf die Leiter,
er suggeriert mir es wird heiter.
Doch wenn ich aus dem Fenster schau,
blitz, donnert und schüttet es wie Sau.

Ich sehe ein, die Idee war dumm,
ein leeres Glas steht nun rum.
...
12 Die Zwangsjacke- die Erste
Vorschautext:
Ich mach mir langsam Sorgen,
es fängt schon an am frühen Morgen.
Von der Leidenschaft getrieben,
ständig neue Verse zu schmieden.

In meinem Kopf es ist wie in einem Karussell,
alles dreht sich um Reime, das sehr schnell.
Kann keine anderen Gedanken mehr finden,
vielleicht brauche ich eine Jacke zum hinten binden.

LE 30.12.2015
11 Die Zwangsjacke- die Zweite
Vorschautext:
Niemand kam und legte mir sie um,
was soll ich nur tun.
Ich kann nicht mehr schlafen,
wer will mich strafen.

Kann keine Ruhe mehr finden,
dem Zwang des Reimen nicht entschwinden.
Wie eine Droge es wirkt,
was sich in meinem Kopf nur verbirgt.

Jeder Gedanke kennt nur eine Richtung,
zu finden einen Reim zur Dichtung.
...
10 Der Ruhestand und die Leere
Vorschautext:
Das Loch ist schwarz, tief und leer,
bei mir ist es vieles mehr.
Hätte ich nicht gedacht, es entstand,
beim Eintritt in den Ruhestand.

Von der Mühe der Arbeit befreit,
dachte ich , nun hast du Zeit.
Diese sinnvoll zu füllen ist schwer,
mit blindem Aktionismus und mehr.

Doch irgendwann die Erkenntnis auftaucht,
du wirst nicht mehr gebraucht.
...
9 Träume
Vorschautext:
Wenn der Tag nimmt die Kraft,
der Schlaf Erholung schafft.
Doch geprägt ist die Nacht,
von Träumen bis man erwacht.

Wenn ein Alptraum uns quält,
es an Genesung fehlt.
Verarbeitet werden Sachen.
die einem Sorgen machen.

Die Fantasie überwiegt
und die Realität versiegt.
...
8 Der Frosch und der Feuerwehrteich
Vorschautext:
Ein Frosch namens Paul,
saß an einem Teich ganz faul.
Er döste in der Sonne vor sich hin,
was anderes machte keinen Sinn.

Doch als Verwandte eintrafen,
hatte er ganz schnell ausgeschlafen.
Ihr ständiges Gequake,
für ihn eine Plage.

So verließ er sein Reich
und suchte sich einen neuen Teich.
...
7 Un-i(n)-versen
Vorschautext:
Unwahrscheinlich groß und weit ist das All,
wahrscheinlich verantwortlich der Urknall.
Unbemannt die ersten Raketen zum Himmel stiegen,
bemannt die Raumfahrt nun und kommt nicht zum erliegen.

Unmöglich eine Reise ins nächste Sonnensystem zu buchen,
möglich, das Außerirdische uns von dort besuchen.
Unabsehbar die Folgen für uns wären,
absehbar wenn sie sich kriegerisch gebärden.

Unberechtigt ist diese Möglichkeit nicht,
berechtigt wenn man sieht, wie der Mensch sich benimmt.
...
6 Der Bowler
Vorschautext:
Den Ball in drei Finger eine Hand
ein kleiner Mann ganz groß
fegt er alle Pins aus ihrem Stand,
wie macht er das bloß.

Mit Präzision die Bälle fliegen,
bin über alle Maßen erstaunt,
alle zehn kommen zum erliegen
und er ist gut gelaunt.

Ich denke durch Übung allein
wird man nicht erkoren,
...
5 Das Gedicht
Vorschautext:
Worte aufs Papier gebracht,
Sätze und Reime gemacht.
Ein Gedicht ich schreib,
meine Gedanken zeig.

Zum Ausdruck was ich fühle,
im Innersten spüre.
Mit Worten das sage,
womit ich mich plage.

An was trauriges gedacht,
aufgeschrieben mit Bedacht.
...