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Anzahl Gedichte: 36
Anzahl Kommentare: 1
Gedichte gelesen: 13.684 mal
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Titel
16 Hieronymus 14.11.19
Vorschautext:
Verschwunden sind die Dämonen der Nacht,
gekommen aus der Vergangenheit,
aus längst überwunden geglaubter Zeit,
mich noch einmal zu quälen,
ein letztes Mal zu stählen,
ich glaub, ich habe sie ausgelacht.

Was habt ihr, ihr Pfeifen,
was zögert ihr noch,
lass rauschen uns zu den Himmeln hoch,
den Höchsten vom Thron zu stürzen,
die Erde mit letzter Hölle zu würzen,
...
15 Das blaue Licht 07.11.19
Vorschautext:
Das blaue Licht
erschreckt mich nicht,
was ich erfahren, wünsch ich keinem,
verloren und mit mir im Reinen,
da niemals da soll müssen sehen
und niemand diese Schrecken schauen,
ja niemals in den Abgrund gehen
und niemand kosten dieses Grauen.
Wird’s je mich wieder holen?
Kann sein auf leisen Sohlen,
nun denn, ich weiß warum
und schere mich nicht drum.
...
14 Verloren 04.11.19
Vorschautext:
Ob ich auch wüsst, wie Engel singen,
so könnt ich’s doch nicht zwingen,
könnt‘s nicht zum Frieden bringen,
werd nicht vor Glück zerspringen.
Ich würd’s so gern vermögen,
ach, wär ich doch zugegen,
an jedem Tag ein tröstlich Wort,
ein bisschen Licht an düstrem Ort,
und sei es nur ein Lachen,
verrückte Dinge machen,
ein kleines Lächeln nur zu sehen,
vor Freude würd ich glatt vergehen.
...
13 Magier 31.10.19
Vorschautext:
Die Bäume rauschen durch die Nacht,
da ist noch eine Rechnung offen,
ach was, sie ist schon längst beglichen,
denn wenn ich Nächte einst durchwacht,
von wehend Schall ins Mark getroffen,
sind Geister um mein Bett geschlichen,
die ganz allein ich selbst gerufen
und launig hab heraufbeschworen,
sie raunten mir in meine Ohren,
dass nicht sie selber sich erschufen.

Der mit den Raben ich geflogen
...
12 Sternschnuppen 24.10.19
Vorschautext:
Nun ist es Feuerwand,
wir haben uns gebrannt,
nicht Asche sondern Kohlenstaub,
nicht feuerfest der Flammen Raub,
nun lodert Feuerwand
wir haben uns verbrannt.

Die Glut hat sich entzündet,
in Eiseskälte mündet,
da draußen in den Sternen
in undenkbaren Fernen
zum Feuerball entflammt,
...
11 Lebewohl 18.10.19
Vorschautext:
Brauch kein Bild von dir,
trag’s in meinem Herzen,
leb im Heut und Hier,
schlaf im Tal der Schmerzen.

Wo keiner sagt mir zungenscharf,
was mir verboten, was ich darf,
wo niemand raubt, was mir verblieben
als Letztes noch: Das Recht zu lieben.
10 Sünders Liebe 13.10.19
Vorschautext:
Licht strömte aus ihren Augen
durchdrang mich, erfüllte mich ganz
mit Liebe, die nie ich gespürt,
glückselig saß ich, vergaß die Zeit,
das Leben so klar, die Zukunft so weit,
doch ach, ich sollte nicht taugen,
durchleuchtet verblasste mein Glanz,
nackt wurde ich vorgeführt.

Und flehend warf ich mich nieder,
so bleib doch, verlass mich nicht,
ich will auch ändern mein Leben,
...
9 Zwiespältig 09.10.19
Vorschautext:
Das kurze Kleid aus einem Stück,
wie lange scheint dir dieses her,
der Sommer kommt nicht mehr zurück,
in deinen Ohren rauscht das Meer,
der Wind spielt sanft mit deinem Haar.

Aus deinen Augen, tief und klar,
wie Flüstern aus des Herzens Tiefe,
die runden Lippen zart geschlossen
mit kleinem Spalt, als ob es riefe,
scheu fragend Liebe kommt geflossen.

...
8 Verliebt 28.09.19
Vorschautext:
Brütend drückt die Hitze,
doch ich lausch dem Wind,
will er mir nichts flüstern,
mag er mir nicht wispern,
was ich nicht zu hoffen wag?

Ein Traumgesicht, ein heißer Tag,
ich trinke und ich schwitze,
mein altes Herz, vor Liebe blind
könnt mir vor Glück zerspringen,
ach, will er mir’s nicht singen?

...
7 Tiefe deiner Augenperlen 25.09.19
Vorschautext:
Ach, könnt ich deine Wangen kosen
ganz sanft mit diesen meinen Fingerspitzen,
ach, könnt ich streichen übers Haar
ich mit der Fläche dieser meiner Hand
dir zart liebkosend wie der Wind
die Locke streichen aus der Stirn,
zu küssen sie mit weichen Lippen
die holde über deiner Brauen kühnem Schwung,
ach, könnt ich nur.

Ach könnt ich doch versinken
in der Tiefe deiner Augenperlen,
...
6 Sommernachtstraum 24.09.19
Vorschautext:
In drückend warmer Sommernacht,
da kann den Körper ich nicht fassen
und seh nur Form und kaum Gestalt,
als leuchtend in der Dunkelheit
kommst über mich mit sanfter Macht
und haltend mich willst nimmer lassen
ist‘s Liebeszauber, ist‘s Gewalt,
wohl eher nicht, ich spür kein Leid.

Wie Taumel ist‘s, wie Traumgesicht,
ich fühle mich und fühle dich
und weiß nicht recht, was mein, was dein,
...
5 Mond 16.09.19
Vorschautext:
Sind ein paar Sterne vom Himmel gefallen,
anderswo gehen neue auf,
wollt meine Hände zu Fäusten ballen,
macht mich nicht froh, ich pfeife drauf,
mein bester Freund ist der Mond.

Hörte mich fluchen, hörte mich lallen,
hörte mir zu und gab nichts drauf,
lacht über Helden und Götterhallen,
schert sich nicht drum, geht einfach auf,
erhaben am Himmel er thront.

...
4 Mittsommernacht 15.09.19
Vorschautext:
Schrei ist da keiner mehr,
nicht einmal ein Stöhnen,
Seufzen ab und zu,
eher noch ein Säuseln.
Herz und Kopf sind leer,
zu verklingend Tönen
eingekehrter Ruh
goldne Locken kräuseln
sich durch müden Sinn.
Hab den Wind gespürt,
den vom Anbeginn,
der zu dir mich führt.
...
3 Eins noch 13.09.19
Vorschautext:
Durchgereicht über brennenden Welten
vergangner Reiche ferner Epochen
ist unsre verlorene Zeit,
bevor sie begonnen vergessen.
Bei näherem Hinsehn ist’s ein Vergelten
für etwas, dass niemand an keinem verbrochen,
blinde Rache an schuldlosem Leid,
das locker ich kann ermessen,
drum spart euch euer Geschwafel
vom Zorn der Gerechtigkeit
an blutbesudelt geschändeter Tafel
gesucht ist gefunden, erwählt ist gefreit.
...
2 Minnesänger 06.09.19
Vorschautext:
Minnesänger

Es ist nicht so, dass mir der Minnesang
die Liebe schal und mau erscheinen lasse,
wenn ich zu Melodie und zartem Saitenklang
das ewig Gleiche stets in neue Worte fasse,
um Herzen zu betören,
die immer wollen hören,
womit ich schmachtend sie besinge,
erst recht, wenn ich verwundet klinge.

Wollt meine Laute ich zertrümmern,
...
1 Liebschaft 03.09.19
Vorschautext:
Der Wildschütz ist ein freier Mann,
fliegt heulend mit der wilden Jagd,
wie’s schneller nur der Teufel kann,
weiß alles und hat nie gefragt,
zieht lächelnd dich in seinen Bann,
auf leisen Sohlen wie der Luchs
schleicht nächtens er sich lautlos an,
ein grauer Wolf, ein alter Fuchs.

In seinen Armen bleibt die Zeit
als wie ein Perpendikel stehn,
da droht kein Arg und quält kein Leid,
...
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