Zwei Hasen sitzen auf dem Rasen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Zwei Hasen sitzen auf dem Rasen
und rümpfen ihre Schnuppernasen.
Worauf die Häsin zaghaft spricht:
„Riechst du `s, oder riechst du `s nicht?“

„Doch, doch!“, erwidert Hoppel gleich.
„Da tut sich was im Erdenreich.
Es riecht nach Erde und nach Lehm.
So richtig frisch und angenehm.“

Und ehe Hoppel sich versieht,
ein kleines Wunderwerk geschieht.
„Da arbeitet jemand im Underground!“,
bemerkt die Häsin jetzt erstaunt.

Vor ihnen erhebt sich wie von Zauberhand
ein kleiner Hügel aus Lehm und Sand.
„Ob dort untern jemand wohnt?“,
fragt die Häsin angstbetont.

„Das wird sicherlich ein Maulwurf sein“,
beruhigt sie Hoppel ungemein.
„Der Duft der frischen Osterglocken,
wird ihn aus der Erde locken.“

„Nur gut, dass ich kein Maulwurf bin“,
kommt es der Häsin in den Sinn.
„Ich würde die Blumen nur von unten sehn.
Der Frühling ist so wunderschön!“

Informationen zum Gedicht: Zwei Hasen sitzen auf dem Rasen

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09.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.