Wohnungsnot

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Das ist wirklich schon ein Jammer,
sie wohnt in einer kleiner Kammer,
weil sie in dieser großen Stadt,
nichts bezahlbares gefunden hat.

Müde steht sie an der Bahn,
möchte gleich zur Uni fahr´n,
da spricht sie ein junger Mann,
plötzlich von der Seite an.

"Ich habe dich schon oft gesehen,
du musst hier zur Uni zu gehen,
ich wohne hier ganz in der Näh´,
in einer netten, kleinen WG."

Weil sie gar nicht anders kann,
strahlt sie den Studenten an.
"Ist bei euch noch ein Zimmer frei?
Dann bin ich sofort mit dabei!"

"In der alten Villa ist viel Platz."
Das war genau der richtige Satz.
"Schau dir die WG doch einmal an.
Oh, da kommt auch schon die Bahn."

"Ach, übrigens, ich heiße Klaus.
Tauschen wir die Nummern aus?"
Sie bleibt noch eine Weile stehen.
Im Kopf scheint sich so viel zu drehen.

Informationen zum Gedicht: Wohnungsnot

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24.05.2026
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