Wo ist die Zeit geblieben

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Wo ist die Zeit geblieben?
Ich weiß es nicht so genau...
Ich greife zur Rentner-Bravo,
lese die Apotheken-Rundschau.

Längst gehöre ich zu den Alten,
das nehme ich wortlos hin,
doch ich rede mir gern ein,
dass ich noch knackig bin.

Mal knackt es im Kniegelenk,
dann spüre ich was im Rücken.
Oft ignoriere ich den Schmerz,
ich kann mich ja noch bücken.

In der Blüte meiner Abnutzung,
wenn die inneren Werte zählen,
lass ich auch mal fünf gerade sein,
ich muss mich ja nicht quälen.

Alt macht nicht das Grau im Haar.
Alt ist, wer den Humor verliert.
Ich möchte wach und munter bleiben,
an allem Schönen interessiert.

Informationen zum Gedicht: Wo ist die Zeit geblieben

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20.07.2026
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