Wir malen Osterhasen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
"Heute malen wir Osterhasen,
mit langen Ohren und Schnuppernasen."
Ich höre schon einen Jubelschrei,
die beiden Mädels sind dabei.

Die 10-jährige prahlt fröhlich raus:
"Ich suche mir ein Häschen aus."
Sie schaltet den Computer ein,
das kann sie hier auch schon allein.

Ihre Schwester läuft gleich hinterher.
"Für mich auch eins, nicht so schwer!"
Marleen ist, mit ihren sieben Jahren,
im Malen noch recht unerfahren.

Von weitem höre ich die Beiden.
Sie können sich wohl nicht entscheiden.
"Schau, Ellen, dieses ist doch schön,"
höre ich die Stimme von Marleen.

Ich glaube, ich schaue mal ins Büro.
"Den male ich", trötet Ellen froh.
Marleen ist noch nicht zufrieden,
sie hat sich mehrfach umentschieden.

"Schau, dieser Hase ist doch niedlich.
Er hockt im Gras und schaut so friedlich."
Schon flüstert sie mir leis ins Ohr:
"Malst du mir das Häschen vor?"

"Na, dann strengen wir uns mal an.
Ich zeichne vor, - du malst es an."
Nebenbei schreibe ich noch ein Gedicht,
- doch das verrate ich noch nicht.

Informationen zum Gedicht: Wir malen Osterhasen

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17.03.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.