Wenn die Tiere größer werden

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Lieber Freund, nimm dich in Acht,
wähle deine Worte mit Bedacht.
Du solltest es jetzt nicht riskieren,
mich im Alter zu verlieren.

Noch teilen wir Zwei Tisch und Bett,
doch was ich höre, ist nicht nett.
Aus „Mäuschen“ wurde mir zu schnell,
„alte Ziege“ und „dummes Kamel“.

Ich kann nachts nicht ruhig schlafen,
träume von Kühen, Ziegen, Schafen.
Inzwischen ist es schon ein Zoo.
Darüber bin ich gar nicht froh.

Auch das „Spätzchen“ ist entflogen,
dafür der „Esel“ eingezogen.
Schick doch die großen Tiere raus,
und lass´ den „Spatz“ wieder ins Haus.

( Nur ein Gedicht!)

Informationen zum Gedicht: Wenn die Tiere größer werden

8 mal gelesen
(Eine Person hat das Gedicht bewertet. Der Durchschnitt beträgt 5,0 von 5 Sternen)
-
22.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.