Was bleibt

Ein Gedicht von Marion Seibert
Jetzt sind wir geflochten auf das Rad der Zeit

Jeder in eine andere Richtung

Was bleibt von all dem Brennen

in dem wir uns gewunden und geschunden

Was bleibt von der all der Liebe die uns füllte,

und uns ganz trunken machte

Mit Kinderaugen lachten wir

Vorne der Tag und hinten fielen die Nächte

ins schon ins gemachte Grab

erst waren wir wie ein Baum …gebunden

dann frei wie Vögel am Abendhimmel

jetzt sind wir wie vergessene dünne Halme auf dem Feld

die kein Bauer mehr braucht

zwischen uns fällt eisige Stille

sie bewacht und schlägt mit der Machete den Rest in Stücke

Zwischen den Trümmern blinde Spiegel

Informationen zum Gedicht: Was bleibt

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25.02.2016
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