Vor Ostern

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Der alte Hahn sitzt im Nest
und ruht sich aus, vorm Osterfest,
denn so kurz vor der Osterzeit,
hat kein Hühnchen für ihn Zeit.

Ach, was ist das für ein Segen,
heute muss er sich nicht bewegen.
Darum gönnt er sich jetzt Ruh
und macht seine Augen zu.

Der eitle Gockel ist erfahren,
kein Huh möchte sich jetzt paaren,
denn sonst landen sie ohne Kopf,
zu Ostern schon im Suppentopf.

Er weiß, vor Ostern wird es eng,
da ist die Bäuerin sehr streng,
da nutzt kein Gackern, kein Geschrei,
sie holt sich jedes einzelne Ei.

Die Frau sucht wirklich überall,
im Hof und auch im Hühnerstall.
Neulich stand sie schon um neune,
mit dem Körbchen in der Scheune.

Für uns ist nicht ein Ei geblieben.
das fand ich wirklich übertrieben.
Die Hennen werden ihr bestes geben,
damit sie Ostern überleben….

Informationen zum Gedicht: Vor Ostern

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04.04.2026
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