Voller Schwermut

Ein Gedicht von Roman Herberth
Nur selten blüht die Zuversicht.
Und voller Schwermut die Gedanken.
Und tief im Herzen fehlt ein Licht.
Und das Gemüt gerät ins Wanken.

Man findet nicht, wonach man sucht.
Vom Regen kommt man in die Traufe.
Man hadert, und es wird geflucht.
Bestand hat nicht die Feuertaufe.

Man schlingert, strauchelt und man fällt.
Bedrängt wird man von allen Seiten.
Und keiner, der dann zu uns hält.
Die Aussicht düster und bescheiden.

Den andren gibt man gern die Schuld.
Man fühlt sich selber meist erhaben.
Dann reißt der Faden der Geduld.
Ein Kriegsbeil wird noch ausgegraben.

Und was sonst froh stimmt, geht am Stock.
Man haut sich selber in die Pfanne.
Man hat zwar darauf keinen Bock.
Und tut es dennoch, volle Kanne.

Informationen zum Gedicht: Voller Schwermut

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11.04.2014
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