Unser Tanz

Ein Gedicht von Kirsten Kirschbaum
Ich geb mich deinen Armen hin,
Versinke aber darin nicht.
Ich lass mich ein auf unsren Tanz;
Mein Herz hat endlich klare Sicht.

Der Strudel zieht uns schnell hinab,
Gefahren lauern überall.
Zu groß war bisher meine Furcht
Vor einem endlos tiefen Fall.

Wer bin ich, wenn du von mir gehst
Und zurücklässt dumpfe Leere?
Wer bin ich, wenn du wieder schweigst?
Mich erdrückt die stumme Schwere.

Doch du bist du und ich bin ich -
Ich finde endlich in mir Halt.
Den Strudel fürchte ich nicht mehr,
Genieße gar die Urgewalt.

Nun lege deinen Arm um mich,
Zugleich mein Blick zu deinem spricht:
Ich bin bereit für unsren Tanz
Und scheue dessen Ende nicht.

Informationen zum Gedicht: Unser Tanz

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19.05.2026
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