Traurig, aber wahr

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Es geht auf unserem Planeten,
das muss man eingestehen,
um Macht, Sex und Moneten;
das kann man deutlich sehen.

Menschlichkeit bleibt auf der Strecke,
die Nächstenliebe hat es schwer,
All die reichen Pfeffersäcke,
raffen gierig, wollen immer mehr.

Der kleine Mann zeigt keine Schwäche,
rackert sich bis siebzig ab,–
wird ausgebeutet, zahlt die Zeche,
und wandert abgekämpft ins Grab.

Das Leben ist so ungerecht,
was man hört, so ungeheuer.
Vielen Menschen geht es schlecht.
Ich bin für die Reichensteuer?

Nehmt doch die Millionäre
endlich mal in die Pflicht,
denn sie zahlen weniger Steuern,
als die Mittelschicht.

Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Traurig, aber wahr

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10.06.2026
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