Tobende Gefühle
Ein Gedicht von
Stillraum
Gefühle wie ein Wasserfall toben in mir.
Tropfen, statt laut, prasseln stumm gegen die Tür.
Winde wehen, und Stürme kreisen,
doch ich weiß nicht, was das soll heißen.
Sie schlagen, sie rauschen, doch treffen mich kaum,
ein Lärm ohne Sprache, ein Traum ohne Traum.
Ich spüre die Wellen, doch nicht ihren Sinn,
ich frage mich leise, wer ich eigentlich bin.
Ein Ziehen im Brustkorb, ein Flüstern im Bauch,
ein Zittern, so fremd – und doch kenn ich’s auch.
Es schwimmt durch mein Denken, verworren, verwirrt,
als hätte ein Schatten mein Inneres berührt.
Ich weiß, dass es da ist, ich fühl’s nur nicht richtig.
Es klopft an mein Herz, doch die Antwort bleibt nichtig.
So steh ich im Regen der stummen Signale
und suche nach Worten
für meine Gefühle – in all ihren Skalen.
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