Stute Laisa sucht ihr Fohlen

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Stute Laisa sucht ihr Fohlen.
Hat man es über Nacht gestohlen?
Noch gestern standen alle beide,
auf der ein gezäumten Weide.

Sie wiehert laut, scharrt mit den Hufen,
im Wind verhallen, Flehen, Rufen,
ihre liebenswerte Gelassenheit,
schlägt um in Wut und Traurigkeit.

In der Ferne vernimmt sie einen Laut,
das Wiehern ist ihr so vertraut,
sie horcht auf, oh welch ein Glück,
ihr Nachwuchs kehrt zu ihr zurück.

Nun muss Laisa nicht mehr bangen,
- der Bauer hat es eingefangen.
Das Jungtier hat sich nachts verirrt,
scheint verunsichert, verwirrt.

Da hat wohl jemand über Nacht,
das Tor zur Weide aufgemacht
und das Fohlen herausgelassen.
Das ist wirklich nicht zu fassen.

Informationen zum Gedicht: Stute Laisa sucht ihr Fohlen

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18.04.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.