sturm

Ein Gedicht von Daniel Claus Schäfer
graupel peitscht
durch fahle straßen
schwarzlicht spiegelt
in pfützen
zerronnene träume

wind keift
wie rostige scharniere
reißt
an den dächern
einer müden Stadt

regen
frisst sich
in asphaltporen
zerfranst
stimmen zu
nichtssagendem

bäume
krümmen sich
wie alte männer

und irgendwo
im sturm
jault ein fenster:
zärtlich,
brüchig,
einsam

Informationen zum Gedicht: sturm

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17.03.2026
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