Steinpilze und Pfifferlinge

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Gestern waren wir Pilze pflücken,
heute schmerzt mir noch der Rücken.
Ich kenne mich nicht mit Pilzen aus,
aber mein Ehemann, - der Klaus.

„Klausi“, sag ich, „steck das Pilzbuch ein,
wir müssen uns ganz sicher sein,
denn was hier wächst in der Natur,
sind ja nicht „die Guten“ - nur.“

Kurz vor Lüneburg, im Heidewald,
machen in einem Waldweg Halt,
nehmen unser Körbchen in die Hand,
im Rucksack verstauen wir den Proviant.

Kläuschen ruft schon: „Das ist ein Ding,
hier steht ein Blasser Pfifferling.
Wo einer ist, da gibt’s auch mehr,
komm schnell mit deinem Körbchen her.“

Ich antworte ihm: „Warte mal rasch,
ich glaube ich sehe einen Hallimasch.
Der Honigpilz präsentiert sich stolz
unten, am Fuß, vom Nadelholz.

Den Pilz habe ich im Buch gesehen.,
Schau, ist der nicht wunderschön?“
Kläuschen riskiert jetzt einen Blick
und sagt zu mir: „Du hast `nen Tick.

Den Löcherpilz kannst du nicht essen,
den solltest du ganz schnell vergessen.
Komm, lass uns rasch weiter gehen,
ich zeige dir, wo Pfifferlinge stehen.“

Nun muss er unseren Eimer tragen,
und löchere ihn mit meinen Fragen.
Nach drei Stunden waren wir guter Dinge,
hatten viele Steinpilze und Pfifferlinge.

Informationen zum Gedicht: Steinpilze und Pfifferlinge

04.11.2026
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