Schlaflose Nacht

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Seit Stunden liege ich wach,
weil ich nicht schlafen kann.
Neben mir liegt und schnarcht,
mein lieber Ehemann.

Ich ziehe an seinem Deckbett,
und stupse ihn kurz an.
Vielleicht hört er ja auf,
damit ich schlafen kann.

Er dreht sich auf die Seite,
es kehrt kurz Ruhe ein.
Dann geht es von vorne los,
das kann doch wohl nicht sein.

Ich schaue auf den Wecker,
es ist erst kurz vor Vier.
Ich steige aus dem Bett,
verlasse mein Nachtquartier.

Was soll ich denn jetzt machen?
Herrje, ich weiß es nicht...
Ich fahre den Computer hoch
und schreibe ein Gedicht.

Sechs Verse sind es geworden,
die les´ ich ihm morgen vor.
Nun husche ich ins Bett zurück
und leg´ mich noch mal aufs Ohr.




Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Schlaflose Nacht

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25.03.2026
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