Schlaflos ist so manche Nacht
Ein Gedicht von
Peter Leitheim
Kennen Sie das – man findet keinen Schlaf
die Zeit zieht sich endlos dahin
und sie hören Geräusche jeglicher Art!
www.leitheim-gedichte.de
Gedicht Nr. 1271
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Es sank die Sonne rot und schwer
dann zog einher ein Nebelmeer.
Auch kalte Nachtluft zieht heran
solche Nächte macht das Herz mir bang.
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Von Ferne her höre ich Schritte gehen
aus neun Uhr nachts es wurde zehn.
Noch alles Leben nicht entschlafen
hör` Frösche Ruf aus Teich und Graben.
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Ein Marder lärmt im Giebel, Sparren
Auf Dielenboden seltsam knarren.
Durch heftig Wind mir Erle winkt
kein einziger Stern am Himmel blinkt.
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Recht kühl und frisch die Nacht ihr Hauch
aus manch Kamin entflieht der Rauch.
Gar friedlich schläft nun die Natur
elfmal schlägt nun die Kirchturm Uhr.
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Ist es ein Schlummern oder noch Wachen
ich hörte kurz ein lautes Lachen.
Die Vorhänge im Winde wehen
hör ich von Mäusefüßchen gehen?
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Von Draußen her seltsam es knistert
vereint mit ihm vom Wind - Geflüster.
Von irgendetwas aufgewacht
die Kirchturmuhr schlägt - Mitternacht.
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Von Raben laut schaurig Gesang
das zu mir aus der Ferne drang!
Nun Nieselregen niederfällt
kein Mondlicht schwarze Nacht erhellt.
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Ein Kautz nun durch die Nacht laut ruft
ob er nach einem anderen sucht?
In meinem Kopf entsteht ein Reim
es ist schon eins! ich schlaf nicht ein!
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Ein Mühlrad dreht sich ächzend schwer
ein Wetterbrausen zieht daher!
Aus Brunnen sprudelt Wassers Lauf
und Regenfall der strömt zuhauf.
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Hat Donnerschlag mich hochgeschreckt?
vom Blitz erhellt ein Zimmereck.
Von Regentropfen Melodei
die Kirchturmuhr schlägt nun laut die Zwei.
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Manch Bild im Kopf nun zieht entlang
Von menschlich Tun und Menschen Gang.
Zur dunklen Nacht hin geht der Blick
Wünsche mir Schlaf das wäre ein Glück.
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Nun juckt der Fuß danach die Hand
am Himmel hell nun Sternenband.
Ich frag mich hörte ich ein ängstlich´ Schrei
die Kirchturm Uhr sie schlägt die Drei.
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Erloschen Mondes silbern Schild
mein Herz ist nun von Angst erfüllt.
Von neben an knarrt eine Tür
Noch immer wach es ist erst vier.
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Vom Osten her schon Morgenglut
von Wald und Heide Lebensflut.
Mir scheint das nun erwacht die Welt
sich fünfte Stunde eingestellt.
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Die ersten Tauben schwirren frei
recht laut ertönt ein Hahnenschrei.
Auf Bettkante ich mich gesetzt
ich sehe zur Uhr nun ist es Sechs.
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Die Nacht - die Nacht sie ist vorüber
die Sonne wärmt die müden Glieder.
Steh auf! steh auf! Du schlaflos Kind
denn sieh! Ein neuer Tag beginnt.
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Peter Leitheim: Buchautor Spiegelbild der Seele
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