Schlaflos

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Kerzengerade, wie ein Brett,
liegst du neben mir im Bett,
höre dich schnarchen, pfeifen, ploppen,
du bist einfach nicht zu stoppen.

Ich kann dich knuffen, rütteln, kneifen,
über deine Haare streifen,
drehst du dich dann endlich um,
bist du nur für Sekunden stumm.

Gleich geht es von vorne los,
ach herrje, was mach ich bloß?
Du hast mich auch diese Nacht,
wieder um den Schlaf gebracht.

Ich werde mir die Zeit vertreiben,
E-Mails und Gedichte schreiben,
versuche mich jetzt abzulenken.
an Schlaf ist leider nicht zu denken.

Jede Nacht dasselbe Theater,
morgens habe ich einen Kater,
bin müde und nicht ausgeruht,
dir geht es dann erstaunlich gut.

Gut gelaunt und jugendlich frisch,
sitzt du dann am Frühstückstisch,
während ich die halbe Nacht,
übermüdet im Büro verbracht.





Gudrun Nagel-Wiemer

Informationen zum Gedicht: Schlaflos

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01.03.2026
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