Opa Gustav

Ein Gedicht von Gudrun Nagel-Wiemer
Opa Gustav ist ein Schwerenöter,
das muss man mal so sagen.
Da platzt der Oma Hildegard
schon öfter mal der Kragen.

Sitzt er auf einer Parkbank
und sieht von weitem einen Rock,
dann wird der alte Mann aktiv
und versteckt sofort den Stock.

Geht eine junge Frau vorbei,
schaut er ihr hinterher.
Dann ist er plötzlich wieder jung,
- hat keine Schmerzen mehr.

Abends schaut er durch das Fenster,
ins Nachbar-Schlafgemach.
Erwischt ihn dann die Hildegard,
gibt es gewaltig Krach.

Neulich schlich sich Hildegard
ins dunkle Zimmer rein,
da sah sie ihn am Fenster stehen
und fing laut an zu schreien:

"Was machst du hier im Dunkeln?
Gustav, ich mach´ jetzt Licht!
Stell´ dich auf die Terrasse,
dann hast du bessere Sicht!"

Informationen zum Gedicht: Opa Gustav

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25.02.2026
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (Gudrun Nagel-Wiemer) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.